Archive for the 'Nerv' Category

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Kabel eins beerdigt Top Gear (vorerst)

Donnerstag, August 19th, 2010

Ich habe hier mich gründlich über die Synchro von Top Gear geärgert, vielleicht etwas zu stark. Offenbar nervte aber nicht nur ich mich über die Art wie Kabel eins die Sendung Top Gear präsentierte. Aufgrund der schlechten Quoten setzt man die Sendung wieder ab. Zur Erinnerung: Auf BBC Two ist Top Gear die erfolgreichste Sendung, die Clips auf You Tube haben sehr hohe Zugriffszahlen, das eigentliche Format scheint also durchaus beliebt – selbst wenn man kein BBC sehen kann.

Für mich ist der Grund klar: Die absolute katastrophale Synchronisation der Serie. Eine Synchronisation bei einer Sendung wie Top Gear ist ja schon genug schlimm, wenn aber diese noch mies und emotionslos ist, dann kann man nur scheitern. Kabel eins behauptete immer, man hätte viel gutes Feedback bekommen. Ich frage mich aber: Wo war dieses gute Feedback? In Foren, auf Twitter oder in sonstigen Internet-Kanälen fand ich so gut wie kein positives Feedback. Hat Kabel eins dieses Feedback erfunden? Kam das positive Feedback etwa per Brief, oder war ich einfach blind, haben Synchro-Befürworter keinen Internet-Anschluss :-) ?
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“Preiswertes” Roaming mit Orange

Sonntag, Juli 25th, 2010

Gestern fiel mir eine TV-Werbung von Orange auf. Darin bewarb man die ach so “günstigen” Auslandsoptionen. Ich frage mich, was sich Orange dabei denkt, das Wort günstig zu verwenden. Man bekommt in diesem Paket für 4 Franken pro Tag ganze 2MB. Wer ein Smartphone hat, der weiss, wie schnell diese Menge aufgebraucht ist. Ein bisschen Twitter und dann ein Bild auf Facebook, wenn man dann auch noch seine Mails liest, ist man wohl weit über den 2 MB. Da sollte man es gar nicht erst wagen, auf Mayorjagd in Foursquare zu gehen. Alternativ bekommt man für 10 Franken unglaublich grosszügie 10 MB.

Ich habe mich mal informiert, was man in Deutschland so bezahlt, mit einem Dank an Alexander. Dort bekommt man bei Aldi eine Prepaid Karte für 13 Euro (also knapp 18 Franken). Dabei sind 10 Euro Guthaben.

Aldi bietet für 2 Euro (2.75) eine 24 Stunden Flat, welche eigentlich keine Datenlimiten hat, wobei man nach 1 GB pro Tag gebremst wird – aber das habe ich bei Swisscom pro Monat inklusive. Mit anderen Worten: Ich zahle bei Aldi weniger als bei Orange, habe aber ein Datenvolumen, welches um den Faktor 500 grösser ist. (Die Zahl ist auch für mich unvorstellbar)

Es ist und bleibt eine bodenlose Frechheit, was sich unsere Mobilfunkanbieter erlauben und damit sind alle angesprochen. Die Betreiber sagen uns wie toll ein Smartphone ist, also sollen sie auch dafür sorgen, dass die Roamingkosten nicht teurer als die eigentlichen Ferien werden.

Auch der Ralf regt sich über die Roamingkosten auf.

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Doch kein Froyo fürs Milestone?

Mittwoch, Juli 21st, 2010

Durch @flog habe ich ein Motorola Milestone gekauft. Einen Test-Bericht habe ich schon vor einigen Monaten gebloggt. Ich bin noch immer sehr zufrieden mit dem Gerät. Schön finde ich auch, dass es jetzt ein paar tolle Apps gibt, welche von Schweizern geschrieben wurden. Da gibt es eine Fahrplan App, ein Google Analytics Client von Kevin oder auch eine TV-App von Corsin.
Doch seit ein paar Tagen gibt es ein grosses Problem. Mittlerweile gibt es Android 2.2 (Codename Froyo). Die neue Version soll massiv schneller sein, Flash unterstützen und auch Tethering beinhalten. Gerade Tethering wäre für mich sehr wichtig, aus diesem Grund bin ich auch so scharf auf dieses Update. Bis jetzt ging man davon aus, dass wir dieses Update bekommen. Motorola nannte aber nie einen offiziellen Termin. Danach lernte ich wie naiv ein Marketing Director sein kann und wohl die Folgen seiner Aussagen nicht abschätzen kann. James King schrieb auf Facebook folgendes:

Next European Milestone and 2.2 (Froyo). I have expressed over the last  few days that the decision is pending.

Konkret: Man weiss also noch nicht mal, ob man mit der Portierung von Froyo beginnen will. Ich bin wohl zu pessimistisch, aber ich denke, dass es kein Froyo für das Milestone geben wird. Das ist in meinen Augen inakzeptabel.

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Verschwendter RAM

Sonntag, April 4th, 2010

Als ich meinen ersten Mac bekam, hatte der 4 MB RAM. Keine 20 Jahre später haben Notebooks 4 GB RAM, Desktops teilweise schon 8 GB. Das Problem an einem 32bit Betriebssystem ist, dass es nur „etwa“ 3 GB verwalten kann. Man könnte also 1 GB gleich auf den Müll werfen.

Ich musste ein neues Notebook von HP installieren, welches ich bei Digitec gekauft habe. Digitec hat die Arbeit gut getan, das Notebook kam prompt an. Ich traute aber meinen Augen nicht, als ich sah, was HP auf dem Notebook installierte. Da war tatsächlich eine 32bit Version von Windows 7 Professional installiert. In den Eigenschaften sah ich dann auch, dass nur 2.9 GB benutzbar sind. Diese Unsitte ist mir auch bei anderen Herstellern aufgefallen. Auch mein Acer Notebook hatte nur ein 32bit Vista installiert.

Ich wollte es wissen. Ich habe dann ein 64bit Windows 7 installiert. Die Installation lief ohne Probleme. Ich musste nur für die Webcam Treiber nachinstallieren, diesen konnte ich aber auf der Website von HP downloaden.

Ansonsten läuft das System, direkt installiert ab DVD, ohne Probleme. Wieso also installiert HP, oder auch andere PC Hersteller, ein 32bit Betriebssystem? Natürlich, es mag Probleme mit den Treibern geben. Gerade aber auf Laptops und Desktops von grossen Herstellern kann man dieses Problem aber sicher entschärfen. Wie gesagt, bei mir lief alles ohne Probleme, fast ohne Nacharbeit.

Ich habe sowohl auf dem Notebook, als auch auf dem Desktop, ein 64bit OS. Es wäre also Zeit, dass man – gerade mit Windows 7 – endlich auch bei Enduser auf 64bit wechselt. Mac OS X ist ja auch ein 64bit OS geworden.

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SSF will ins analoge Kabel

Donnerstag, Januar 28th, 2010

Das Schweizer Sportfernsehen ist wohl einer der peinlichsten Sender überhaupt im Lineup der Cablecom. Der Sender glänzt mit der Übertragung von irgendwelchen Randsportarten und beansprucht dafür wertvolle Bandbreite. Für die Bandbreite von SSF könnte man drei Sender in hochauflösender Qualität aufschalten.

Dafür aber strahlt man einen Sender aus, der im Jahr 2010 noch immer in 4:3 sendet. Wie schon oft erwähnt, die BBC sendet seit über 10 Jahren in 16:9. Heute können die billigsten Kameras in 16:9 aufzeichnen. Die absolute Peinlichkeit war aber die Übertragung eines Spiels zwischen Jets und Colts. Das Signal wurde auf 4:3 beschnitten, obwohl ein 16:9, ja sogar ein HD Feed, vorlag. Der Kommentator war grauenhaft und das Schalten ins Studio nervte enorm. Zum Glück konnte ich das Spiel auf ESPN verfolgen.

Dieser lächerliche Sender zieht jetzt gegen Kabelnetze vor Gericht. Man will die analoge Einspeisung erkämpfen. Gericht ist wohl der falsche Ausdruck, man reicht beim BAKOM ein Gesuch ein. Ich denke, wenn das Programm qualitativ gut wäre, dann würden es die Kabelnetze einspeisen. Auch würde man es einspeisen, wenn eine Nachfrage da wäre. Diese gibt es aber offenbar nicht. Das Verhalten von SSF wäre so, wie wenn man Mövenpick dazu zwigen würde, Rollmopsglace zu verkaufen. Der einzige Grund der Rollmopshersteller wäre, dass das Glace eben in der Schweiz hergestellt würde.

Wir leben in der Schweiz, also bin ich sicher, dass man die Aufschaltung des Sender durchbringt. Schliesslich ist ein miserabler Sender in SD mit einem 3. Liga Turnier besser, als FC Zürich gegen FC Basel in HD.

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Superbowl auf dem Hobby-Kanal

Mittwoch, Januar 20th, 2010

Der Superbowl ist sicherlich ein sportliches Highlight. Auch wenn man nicht Fan von American Football ist, schauen sich viele Leute dieses Spiel an. Bei so einem Spiel erwartet man auch Qualität. Als ich aber gesehen habe, wer dieses Spiel überträgt, traute ich meinen Augen nicht.

Der Amateurkanal SSF (Schweizer Sportfernsehen), welcher sich ins analoge Cablecomnetz geklagt hat, will den Superbowl zeigen. Ein Sender, welcher dieses Spiel nicht mal in 16:9 ausstrahlen kann. Die Amerikaner werden sich das Spiel in brillanter HD Qualität ansehen. Wir Schweizer müssen es auf einem Hobby-Sender sehen. Zum Glück haben wir Alternativen. So kann man das Spiel auch auf ESPN America sehen. Auch ARD und ORF werden wohl übertragen.

Spannend ist, dass ein Sender, welcher bei seinem Feldzug gegen Cableocm immer auf den Schweizer Sport verwies jetzt einen solchen Anlass übertragen will. Der Grund dürfte aber klar sein. SF will nicht übertragen, so waren die Rechte wohl fast kostenlos zu haben, so kann man diesen Schritt auch nachvollziehen.

Trotzdem finde ich: Ein Sender, welcher im Jahr 2010 unfähig ist in 16:9 zu senden, hat es nicht verdient einen solchen Anlass zu übertragen.

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FC Basel doch im Kabel

Dienstag, Januar 12th, 2010

Heute titelte der Blick SF verarscht die Fussball-Fans.
Darin wird bemängelt, dass das Spiel  FC Basel gegen Bayern München nicht im SF zu sehen ist. Dabei kommt wieder die Ansicht zum Zug, dass man mit dem bezahlen der TV-Gebühren anrecht auf unbegrenzt viele Fussballspiele habe. Entsprechend halten sich auch die Kommentare, welche bei blick.ch manchmal ein sehr hohes “Niveau” haben. Dort wird wieder zum Boykott der SRG aufgerufen. Fans von FCZ und co. haben nicht wirklich ein Problem damit.

Grundsätzlich sehe ich, wie üblich, das Problem nicht. Es ist nur ein Freundschaftsspiel. Die richtigen Fans gehen sowieso ins Stadion. Doch wo ist dieses Spiel zu sehen? Nicht auf SF und auch nicht auf Teleclub. Das Spiel kann man auf DSF sehen.

Der Blick schreibt:
Übrigens: Ein paar Menschen können das Spiel trotzdem sehen. Das Deutsche Sportfernsehen überträgt live. Nur: Die Kabelkunden haben diesen Sender nicht mehr – dort ist nun das Schweizer Sportfernsehen aufgeschaltet.

Dieser Satz ist mehrfach falsch. Zuerst ist die Cablecom nicht das einzige Kabelnetz in der Schweiz. Weiter ist gerade in Basel im Cablecom-Netz DSF sogar analog zu sehen. Die restliche Cablecom-Kunden haben den Sender digital.

Da frage ich mich: Schlecht recherchiert oder wäre es einfach unvorstellbar gewesen, digitales Fernsehen positiv zu erwähnen?

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Spotify: Die üblichen Fehler

Samstag, August 29th, 2009

Gestern kam auf Twitter das Thema Spotify auf. Bei diesem Dienst handelt es um einen Service, mit welchem man kostenlos Musik hören kann. Der Dienst ist aber legal, er wird durch Werbung finanziert. Natürlich sind die Titel DRM geschützt, anders wäre dies gar nicht möglich.

Doch auch hier zeigen sich die typischen Fehler der Musikindustrie. Der kostenlose Dienst ist nur in wenigen Ländern verfügbar. Da die Tracks in jedem Land einzeln lizenziert werden müssen, wird es für uns in der Schweiz noch lange dauern. Ich bin jetzt auch ein bisschen verwirrt. Auf der Startseite erscheint der Link zu Premium, danach heisst es aber, dass man in der Schweiz auch keinen Premium-Account lösen kann. Wann endlich realisiert man, dass es im Internet keine Grenzen mehr gibt.

Weiter zeigt es, dass viele Künstler schlicht arrogant sind. Bands wie AC/DC, Beatles, Metallica, Led Zeppelin oder Pink Floyd weigern sich, im Dienst verfügbar zu sein. Ich habe für ein solches Vorgehen kein Verständnis. Ich interpretiere die Haltung als “wir sind zu gut für unsere Web 2.0 Fans”. Haben diese Bands kein Interesse an Leuten, die eben nur ein paar Tracks dieser Bands hören wollen?

Wieso sehen die Künstler nicht ein, dass sich der Konsum von Musik eben geändert hat. Diese Bands würden wohl das Internet am liebsten wieder abschalten. Zum Glück geht das aber nicht. Jetzt gibt es einen Dienst, bei welchem die Konsumenten kostenlose Musik bekommen und die Künstler trotzdem verdienen. Beide Parteien würden also profitieren. Aber vermutlich wollen diese Bands weiter in ihrer kleinen Traumwelt leben. Die Konsumenten werden andere wegen finden, ihre Metallica Tracks zu hören.

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Die CH-Presse und die Fernsehwelt

Mittwoch, August 26th, 2009

Würde man im Reisebund einer Zeitung nur immer über die Schweiz oder die Kanaren lesen, wäre das eigenartig. Genau so komisch wäre es, wenn man in der Gastrobeilage nur immer über Schnipo lesen würde. Die Zeitungen berichten auch über exotisches, Sachen welche eine Mehrheit der Leser nicht kennt. Ein solcher Einheitsbrei ist unvorstellbar? Nein ist es nicht. Die Autoren der TV-Kritiken oder TV-Tipps haben ein wirklich sehr eingeschränktes Sichtfeld.

Ob 20min, Blick am Abend, Weltwoche oder NZZ. Bei Berichten zum TV-Programm erwähnt man fast ausschliesslich SF, RTL und Pro7 und co. Man schreibt über Bauer, ledig sucht oder andere Sendungen. Das Problem ist, dass eine Mehrzahl der Leser diese Sendungen auch schon kennt.

Wieso wurde in den TV-Empfehlungen vom Blick am Abend bis jetzt noch nie ein digitaler Sender erwähnt? Ich kann kaum glauben, dass all diese Personen ausschliesslich analog schauen.

Man mag jetzt das Argument bringen, dass die digitalen Zuschauer in der Minderheit sind. Dies ist sicher richtig. Die Leser, welche schon mal in Bali waren, sind aber auch eine Minderheit. Trotzdem berichtet man darüber in der Presse.

Es würde mich wirklich interessieren, wieso die Schweizer Presse praktisch ausschliesslich negativ über digitales Fernsehen schreibt. Erwähnt man mal eine Sendung wie BGT oder eben jetzt die tanzende Hingis wird in keinem Satz erwähnt, dass man BBC One auch bei uns empfangen kann. Wieso nicht?

Wie britische Medien berichten, startet Martina Hingis zur britischen Tanzshow «Strictly Come Dancing», die ab September auf BBC1 gezeigt wird.

Man könnte doch einfach ergänzen, dass der Sender digital im Kabel und bei Bluewin-TV verfügbar ist. Würde das den durchschnittlichen Zuschauer in der Schweiz so schockieren, wenn sein Bild der kompletten TV-Welt, welche oft nur aus SF, 3+ und Pro7 besteht, plötzlich erweitert würde?

Auch HD Suisse wird ignoriert, wenn der Sender Sport überträgt. So weist man zwar auf SF zwei hin, auf die Übertragung in HD verweist keiner, aber auch die SRG ignoriert den Sender.

Man hat aber keine Mühe, massenhaft Videos von Casting-Shows zu zeigen. Anstatt auf die offiziellen YouTube Kanäle zu verlinken, bindet man das Video auch gleich in den eigenen Videoplayer ein. Der Hype um Susan Boyle hat bewiesen, dass die digitalen Sender – ob Cablecom oder Bluewin – auch hier eine breite Masse ansprechen können.

Das grosse Problem des digitalen Fernsehens ist, dass viele Leute den Mehrwert nicht sehen. Sie können ihn auch gar nicht sehen, weil sie ihn nicht kennen. Wieso also nicht mal etwas über eine Sendung schreiben, die der normale Leser noch nicht kennt? Ich bin sicher, dass eine Sendung wie Top Gear oder Taratata durchaus auch im Mainstream erfolgreich sein könnte.

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Datenroaming – Ein Beispiel

Samstag, August 15th, 2009

Das Thema Datenroaming ist in der Ferienzeit immer aktuell. Ich habe mich ja schon dazu geäussert, dass eben surfen im Ausland nicht so ungewöhnlich ist. Tosci hat zum Thema eine interessante Antwort von Comfone, welche die Roaming-Verträge für Swisscom aushandelt, bekommen.

Trotzdem: Es ist eine Frechheit, was sich hier die Operators, und dazu zählen wohl ziemlich alle, erlauben.  Ich hab mich mal ein bisschen schlau gemacht und die Preise für Italien verglichen. Bei Swisscom zahlt man 10 Franken pro MB, Sunrise will 15 MB ohne Zusatzabo. Ich nenne hier Swisscom als Beispiel, weil in meinen HTC eine Swisscom SIM steckt.

Die eine Alternative wäre freie WLAN zu nutzen. In Städten sind diese gut vorhanden, und man kann ja auch mal vor dem Starbucks seine Mails abrufen.
Jetzt könnte man auf die Idee kommen, Vorort eine Prepaidkarte zu kaufen.
Ich habe mal ein bisschen geforscht. Als Beispiel nehme ich den italienischen Provider WIND. Die Prepaid Karte kostet dort 10 Euro, ein Guthaben von 5 Euro ist dabei. Die Surf-Option kostet 8 Euro und bietet für einen Monat 0.5 GB.
Die Kosten betragen also 13 Euro. Wie ich sehe, kann man 5 Euro aufladen. Ich zahle also gut 20 Franken.
Würde ich Datenroaming benutzen, dann könnte ich für diesen Betrag gerade 2 MB versurfen. Würde ich die 0.5 GB voll ausnutzen, würde ich maximal 5’000 Franken zahlen. Man zahlt also 250 mal mehr!
Das grössere Abo mit 2.5GB kostet total 15 Euro (1o + 10 – 5). Dabei würde man mit Datenroaming 25’000 Franken zahlen, also etwa 1’000 mal mehr.


Es ist mir klar, dass dieses Beispiel sehr extrem gewählt ist. Aber auch wenn man die Optionen der Provider anschaut, wird es nicht viel günstiger. Wie aber im verlinkten Beitrag steht, sind es die Provider im jeweiligen Land, welche diese Tarife festlegen.

In Italien gibt es nur das Problem, dass man ohne Steuernummer keine SIM-Karte bekommt. Trotzdem: Beim nächsten Italien-Urlaub werde ich mir wohl auch so eine SIM-Karte holen.

In meinen Augen wäre es wichtig, wenn “der Staat” hier eingreift. Mobiles Internet im Ausland ist kein Luxus mehr und es kann nicht sein, dass die Provider die Konsumenten derart schröpfen. Natürlich dürfen Daten mehr Kosten als im Inland. Toll wäre es, wenn man sein Inklusivvolumen nutzen könnte, und dann noch einen zusätzlichen Betrag zahlt, so dass der Anbieter im Ausland seinen Aufwand auch gedeckt hat.

Reagieren wird kein Provider, sie werden weiter mit faulen Ausreden aufkreuzen aber dabei nicht zögern uns iPhones mit tollen Datenabos zu verkaufen.