Archive for the 'CI und Codierung' Category

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Aufnahme mit der Digicard möglich

Dienstag, September 7th, 2010

Manchmal gibt noch Wunder. Die Cablecom lieferte die Digicard aus, und sperrte die Funktion der Aufnahme generell. Angeblich war es damals noch nicht möglich, den Kopierschutz pro Sender zu steuern. Es wurde versprochen, dass man im September eine neue Software bringt, welche die Aufnahme pro Sender erlaubt.
Das Vertrauen in die Cableocm war offenbar so erschüttert, dass keiner glaubte man würde den Termin einhalten.

Die Überraschung war perfekt. Ende August kündigte Cablecom die neue Software an und am 1. September lief sie auf den Digicards. Das erste Feedback scheint positiv. Sowohl Fernseher mit USB-Anschluss als auch andere Recorder würden Aufzeichnungen jetzt erlauben. Da ich weder ein entsprechendes Gerät, noch eine Digicard habe, konnte ich selbst aber keine Tests durchführen.
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Medienminister Leuenberger: Die Bilanz

Samstag, Juli 10th, 2010

Gestern hat Moritz Leuenberger seinen Rücktritt bekannt gegeben. Da er auch Medienminister war, gebe ich hier im Blog auch meinen Kommentar ab. Ob die LSVA jetzt zu hoch ist, wir am Gotthard eine zweite Röhre brauchen gehört aber nicht dazu.

In meinen Augen hat Leuenberger seine Arbeit als Medienminister nicht wirklich gut gemacht. Das trifft aber nicht nur auf ihn zu, auch seine Vorgänger überzeugten nicht, also mich persönlich. Meine Einschätzung wird von vielen TV- und Radiointeressierten geteilt, egal wie sie jetzt politisch stehen.

Gerade bei der Verhandlung um die Motion Sommaruga machte sein Department keine gute Falle. Man schien die “Argumente” von Swisscom und Cablecom praktisch 1:1 zu übernehmen, es gab keinerlei kritische Fragen. So machte sich Leuenberger eher Gedanken, wo man die Set Top Box aufstellen soll, also sich darum zu kümmern, dass CI-Module ausgegeben werden. Die Motion Sommaruga wurde zwar angenommen, aber die Nachteile kennen wir alle.

In Sachen Digitalisierung der Schweiz sah ich von seinem Department wenig Impulse. Im Gegenteil, mit der Must-Carry Liste hält man das analoge Fernsehen künstlich am Leben. In anderen Ländern, wie in Grossbritannien, kümmert man sich aktiv darum, dass es 2012 kein analogen Signale mehr gibt.
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Die SVP zu den Zwangsboxen

Freitag, April 2nd, 2010

In den letzen Wochen hat mich eine Partei in Sachen “Netzpolitik” schwer enttäuscht. So führen Evi Allemann und Roland Näf einen richtigen Kriegszug gegen Killerspiele. Eine Ständeratin will Three Strikes in der Schweiz einführen. Vermutlich wurden die Unterzeichner zu einem Mittagessen in der Bundeshauskantine eingeladen. Dort werden SAFE und IFPI erklärt haben, dass Leute die Sachen sehen wollen, die sie nicht kaufen könnnen, Schwerverbrecher sind.

Jetzt habe ich bei Scal einen spannenden Artikel gefunden. Die SVP Wallis setzt sich für die freie Boxenwahl ein. Man möchte, dass normale TV-Sender nicht verschlüsselt werden dürfen. Man begründet dies damit, dass moderne Fernseher ohne Probleme digitale Signale empfangen können (also auch ohne CI+). Es gäbe keinen technischen Grund, dass der Provider eine Box vorschreibe.
Man wünscht auch, dass Kunden, welche zusätzliche Pakete wollen, eine Box nach ihrer Wahl kaufen können. Bei CI+ sieht man für den Kunden nur Nachteile.
Die SVP Wallis möchte allerdings Swisscom TV zurzeit noch von der Boxenwahl ausnehmen, da diese Technologie noch relativ jung ist. (Danke an Alain für die Übersetzung)

Ich sagte ja immer, dass man CI+ nicht wirklich verhindern kann, das stimmt nicht ganz. Allerdings wurde in den USA eine ähnliche Methode von den Behörden untersagt. Dies ändert natürlich die Situation. Unsere Politiker haben die jetzige Situation doch erst ermöglicht und Cablecom hat dies, nennen wir es jetzt einfach ausgenutzt. Sei es durch Unkenntnis, oder sei es weil Politiker eben “nie” Anreize von Interessengruppen bekommen.
Ändern wird sich aber nichts. 95% unserer Politiker sind in Sachen IT absolut unfähig. Die klare Zustimmung zur Motion Allemann hat dies mehr als deutlich gezeigt.
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Die Forderungen der Privatsender

Samstag, Januar 30th, 2010

In meinem Blog kommen die Privatsender aus Deutschland nicht gut weg. Auch wenn es eintönig ist, es gibt schlicht so gut wie nichts, was ich über die Sender positv erwähnen könnte. Ich weiss, 80% der Schweizer und 95% der Printmedien sehen das anders.

RTL und andere Privatsender traten mit ein paar spannenden Forderungen an die Öffentlichkeit.

Zuerst will der Sender an den Einnahmen der GEMA (so etwas wie Suisa) beteiligt werden. Man begründet dies damit, dass man Computer und Rohlinge zur Aufzeichnung von RTL und co. benutzen kann. Das scheint doch komisch, ist es gerade RTL welche mit der Grundverschlüsselung im Kabel und Projekten wie HD+ solche Aufzeichnungen verhindern will.  Offenbar ist man nicht fähig ein gutes Programm zu machen, welches genug Gewinn abwirft.

Doch das Gejaule bei den Privatsendern geht weiter. So will man die öffentlich-rechtlichen Sender zum sparen zwingen. Ich bin froh, gibt es von ARD und ZDF noch gutes Programm aus Deutschland, auf RTL und Pro7 ist ausser Simpsons und ab und zu einem Spielfilm nichts solches für mich zu sehen. Woher die Geldsorgen aber kommen ist mir nicht klar. Schliesslich haben diese Sender hohe Marktanteile. Sollten vielleicht die Privatsender mal ihre Kosten in den Griff bekommen? Kleiner Tipp: Astra analog Transponder kosten ziemlich viel. Da kann man Geld sparen ohne Leute zu entlassen.
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Essen – analog und digital

Mittwoch, Dezember 9th, 2009

Wie könnte man die Situation in Sachen TV auf die Gastronomie übertragen?
Achtung Satire!

Der analoge Esser
Möchte am liebsten gar kein Geld für sein Essen ausgeben, obwohl er mindestens 3 Mahlzeiten pro Tag isst. Er hat sich zwar gerade ein teueres Geschirrset gekauft, möchte damit aber nur bekannte Speisen essen, von unbekannten Speisen hält er nur wenig.
Die Speisen, die er konsumiert, sind eher minderer Qualität. Gerade auf dem schönen Teller sehen die Speisen nicht gerade appetitlich aus. Trotzdem, eine grosse Mehrheit ist sich daran gewöhnt und möchte nichts anderes. Auch lassen die Kochhefte nur Rezepte drucken, welche sich auf analoge Speisen beziehen.

Der digitale Esser
Er bekommt sein Essen nur in wenigen Lokalen. Dafür gibt es dort eine grosse Auswahl an Speisen aus allen Ecken der Welt. Dort bekommt man Speisen, von welchen man in den Kochheften nie etwas hört, probiert man sie aber, dann schmecken sie sehr lecker. Die Speisen sind frisch zubreitet und gesund, haben aber auch ihren Preis.

Allerdings ist das Personal nicht immer freundlich.
Auch ist das Besteck nicht gerade ergonomisch, eigenes Besteck darf man nicht mitbringen. Auch fällt der Teller manchmal ohne ersichtlichen Grund zu Boden und man wartet 2 Minuten, bis das Personal einen neuen Teller auftischt.
Trotzdem konsumiert der digitale Esser danach so gut wie keine analogen Speisen mehr.

Könnte man jetzt diese Speisen auch mit seinem eigenen Geschirr konsumieren, dann wäre doch das wirklich gut. Aber gibt es einen Grund einem hungrigen Konsumenten zu befehlen, welches Geschirr er brauchen soll?

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Uncodierte Cablecom – wie weiter?

Mittwoch, Dezember 2nd, 2009

Das digitale Angebot der Cablecom ist zu einem grossen Teil wieder verschlüsselt. Während ein paar Tagen konnte man aber sehen, dass die früheren Geschichten, vor allem geprägt durch Rudolf Fischer, schlicht nicht der Wahrheit entsprachen.
Sämtliche Sender, welche uncodiert waren, konnten mit DVB-C Geräten empfangen werden. Auch der EPG, auf welchen Fischer immer verwiesen hat, lief auf allen Geräten ohne Probleme. Selbst jetzt, wo die Sender wieder verschlüsselt sind, füllt mein Sony Fernseher die Sendungsinformationen auf.

Einige Benutzer berichten, dass ihr Fernseher mit integriertem Tuner mehr Komfort biete als die Box der Cablecom. So kann man Sender sortieren, die Umschaltung des Bildformats funktioniert und auch sei das Zapping schneller.
Es gab aber auch Benutzer, welche Probleme hatten. Dies ist genau das Argument, welches die Cablecom immer ins Spiel bringt. Es ist aber eigentliches kein Argument. Ich kann mir einen PC bei Dell bestellen. Dann kann ich mehr oder weniger sicher sein, dass die Komponenten mit dem vorinstallierten Windows laufen. Ich kann mir aber auch bei Digitec einzelne Komponenten bestellen und meinen PC nach eigenen Wünschen bauen. Wenn ich jetzt Pech habe, dann führt die Grafikkarte in Verbindung mit dem RAID-Controller unter Windows 7 zu einem Bluscreen. Dafür mache ich aber dann nicht Digitec verantwortlich. Dann liegt es eben an mir, die Konfiguration doch zum laufen zu bringen. Wenn ich solche Komponenten kaufe, ist mir bewusst, dass ich danach eben basteln muss.

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Cablecom momentan uncodiert

Samstag, November 28th, 2009

Wer einen Fernseher mit integriertem DVB-C Tuner hat, sollte vielleicht mal einen Suchlauf machen. Zurzeit sind diverse Programme von Cablecom Digital uncodiert zu sehen. Laut CHfish sind diese folgende Sender:
TS 55 (0×37) – BHT 1, TRT-Turk, ERT Sat, Eurosport I, TVRi, ITV 1, ITV 2, TV CG, RTK 1, TVSH, Nat Geo I,Film 4
TS 59 (0x3B) – RAI UNO, RAI DUE, RAI TRE, Canale 5, Italia 1, Rete 4, La 7, Rai News 24, Video Italia
TS 69 (0×45) – RSI LA 2, RSI LA 1, TSR 2, TSR 1, SF zwei, SF 1, SF info
TS 70 (0×46) – RTL, Sat.1, Pro7, VOX, MTV, KiKa, Eurosport, Arte, Euronews
TS 71 (0×47) – RTL 2, kabel eins, Super RTL, DSF, WDR, MDR, NDR, n-tv, HSE24
TS 72 (0×48) – NT1, TV5MONDE, CNBC, CNN Int., M6 CH, BBC World News, Channel 4, Gulli, BBC Two, BBC One, France 24
TS 73 (0×49) – Tele Zueri, 3+, Tele Top, ZueriPlus, Tele Baern, Tele Basel, Telebielingue, Tele M1, Tele Suedostschweiz, Tele Tell, SCHWEIZ 5
TS 75 (0x4B) – ARD, ZDF, ORF 1, ORF 2, SWR, BR, MTV Dance, VH1-Classic, Al Jazeera English

Somit können diese Sender mit jedem Gerät empfangen werden, welches einen DVB-C Tuner besitzt. Das ist ja eigentlich nichts besonders. Nur haben die Swisscable und gewisse Politiker praktisch das Gegenteil behauptet.

Es ist also schön, dass man sehen kann, dass digitales Fernsehen wirklich mit jedem Gerät empfangen werden kann, sogar der EPG wird gefüllt.
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Wird Pro7 Pay-TV?

Sonntag, November 1st, 2009

Qualität macht sich bezahlt, das zeigt sich auch bei Pro7 und co. Offenbar braucht der Sender dringend Geld. Zuerst versuchte man dies mit den HD-Angeboten. Ist es für die Briten oder Franzosen normal, dass man die HD-Versionen der Free-TV Sender kostenlos, oder für einen eimaligen Betrag, sehen kann, geht Pro7 mit HD+ einen anderen Weg. Man will für seine Programme in HD zusätzliches Geld. Doch nicht genug. Man will auch verhindern, dass man Werbung überspulen kann. Dies ist wohl nur der Anfang. Zur Erinnerung: Bei Sky, bekannt dafür die Kunden zu schikanieren, kann man die Werbung auch bei HD vorspulen.

Jetzt sagt Pro7, dass man neue Pay-TV Kanäle lancieren will. Darauf bricht sogleich Panik auf. Auf Twitter sorgt man sich offenbar, den Qualitätssender bald nicht mehr kostenlos zu sehen. Ich kann die Aufregung nicht verstehen. Für die Sendungen, die auf Pro7 laufen, gibt es Alternativen, auch wenn sie oft nicht in deutscher Sprache sind. Es täte der “Pro7 ist mein Lieblingssender” vielleicht mal gut zu schauen, was die TV-Landschaft sonst noch so bietet.
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Recht auf kostenloses Privatfernsehen?

Samstag, Oktober 3rd, 2009

Fernsehen ist nicht kostenlos. Sowohl in Deutschland, als auch in der Schweiz, zahlt man Gebühren für die öffentlich-rechtlichen Sender. Dazu kommen Gebühren für einen allfälligen Kabelanschluss. Per Satellit sieht man, ausser den Fix-Kosten, kostenlos. Die Gebühren für die ÖR-Sender zahlt man aber trotzdem!

Die privaten Sender sind also solches eigentlich kostenlos. Man bezahlt die Sender eben durch den Konsum vom Werbung. Aber gibt es ein Recht, die Sender kostenlos zu sehen?

Zuerst möchte ich nochmals betonen, dass ich von den HD+ Plänen gar nichts halte. Eine solche Bevormundung des Kunden (kein Vorspulen, Aufnahmen löschen …) ist inakzeptabel. Spannend aber, dass man in UK zum Beispiel nicht von solchen Massnahmen spricht.

Ich bin aber der Meinung, dass der Markt die Frage regeln sollte, ob ein Sender kostenlos ist, oder nicht. Grundsätzlich ist es auch wichtig, dass keine Hersteller von Set-Top Boxen diskriminiert werden. Würde man den Empfang solcher Sender an einen einzigen Hersteller binden, hätten andere Hersteller wohl einen grösseren Nachteil. Bei HD+ scheint es aber so, dass man wenigstens den Hersteller der Box wählen kann.
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Wankt die Grundverschlüsselung?

Freitag, August 21st, 2009

Die GA-Weissenstein ist ein Kabelnetzbetreiber, welcher in Teilen von Bern und Solothurn aktiv ist. Die digitalen Signale bezieht man der Digital Cable Group. Heute hat man eine Mitteilung veröffentlicht, welche besagt, dass man ab dem 9. September die Grundverschlüsslung aufgibt.  Das wäre ja nicht eine solch spektakuläre Meldung, die GAW ist relativ klein.
Sie bezieht das Signal aber von der DCG. Möchte man die Verschlüsselung aufgeben, dann müsste man also alle Muxe selbst decodieren. Das wäre doch recht aufwändig. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit (Achtung Spekulation):

Der Signallieferant, die DCG, hört damit auf, sein Grundangebot zu codieren. Damit würden unzählige Haushalte auf einen Schlag uncodiertes Digital-TV erhalten. Diese wäre ein Schlag ins Gesicht der Cablecom. So würde man beweisen, dass auch grosse Kabelnetze ohne Verschlüsselung auskommen können.

Sind wir gespannt, wie sich die Situation entwickelt. Auch wenn sich das blinde Management in Amsterdam wohl nicht um solche Sachen kümmert, für die Politik wäre dies ein Zeichen, dass das Grundangebot absolut nicht verschlüsselt werden muss.