Archive for März, 2008

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Ein bisschen Statistik

Sonntag, März 30th, 2008

Ich habe mal versucht zu analysieren, welche Kanäle ich am meisten sehe. Obwohl ich nichts aufgeschrieben habe, würde ich aus dem Bauch heraus diese 10 Namen nennen:

SF 1
TeleZüri
BBC Two
ITV1
Al Jazera English
MTV Dance
Teleclub Cinema
Teleclub Sport
Boomerang
History Channel

Es sind in dieser Liste also nur zwei Sender, die jemals analog empfangbar waren. Dies ist vermutlich auch ein Grund, wieso die privaten Free-TV Sender aus Deutschland mit aller Kraft die Digitalisierung verhindern.

Ich bin sicher nicht ganz repräsentativ, aber ich kann mich nicht erinnern, wann ich diese Sender zum letzen Mal für längere Zeit gesehen habe, abgesehen von den Simpsons. Auch andere Konsumenten werden sehen, wie lächerlich Pro 7 und co. sind, wenn man zum Beispiel ITV1 hat. Das bedingt natürlich, dass man genug Englisch versteht.
Die zeigt sich nur schon, wenn man beim zappen auf diesen Sendern praktisch immer 4:3 Bilder sieht.

Die Quoten dieser Sender stimmen aber immer noch, sie werden also geschaut.
Offenbar ist es einfach so, dass der durchschnittliche Konsument lieber erfährt wie Gülcan heiratet, als eine Dokumentation auf BBC Two zu schauen.

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South Park frei im Netz

Sonntag, März 30th, 2008

South Park ist unter Kennern schon lange ein Geheimtipp. Der wirklich rabenschwarze Humor ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Zudem ist, wie so oft, die Synchronisation eine riesige Katastrophe. Bei uns wird die Serie jeweils auf MTV gezeigt. Bis jetzt musste ich zu anderen Mitteln greifen, um die Serien im Original zu sehen. Doch damit ist jetzt offenbar Schluss. Wie man in diversen Quellen liest, gehen die South Park Studios einen radikal anderen Weg.

Man stellt sämtliche Folgen ins Netz. Die Folgen kann man sogar ausserhalb der USA ansehen. Dabei ist das ganze Archiv abrufbar, inklusive der ominösen Folgen wo man Mohammed zu Gesicht bekommt (Nicht die Doppelfolge Cartoon Wars, dort wurde er von Comedy Central zensiert).

In meinen Augen ist das der richtige Ansatz. Wieso soll ich über ein Jahr warten, bis ich eine Serie wie 24 auf einen Sender wie Pro7 sehen kann? Ich wäre ja sogar bereit, für die Serien zu bezahlen aber gratis nimmt man sie natürlich auch an. Ich glaube kaum, dass dieser Trend Schule machen wird. Eher versucht man noch, die ehrlichen Kunden, die sich ein Sky Abo im Ausland lösen, zu schikanieren. Ich freue mich trotzdem, dass ich ab sofort die Kultserie auch im Browser sehen kann.

Zur Frage von Corsin: Das Torrent hat den Vorteil, dass ich es mir auf den Laptop ziehen kann und die Episode dann im Zug sehen kann. Für so etwas sind die Datenabos zu teuer und zu lahm. Somit werden die Torrents auch weiter existieren, wie bei allen anderen TV-Serien.

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DSDS in 4:3

Sonntag, März 23rd, 2008

Meine Antipathie für Sender wie RTL, Pro 7 und co. ist bekannt. Gestern vergrösserte diese sich nochmals. Beim zappen landete ich kurz auf DSDS bei RTL. Ich traute meinen Augen nicht, aber die Sendung wurde tatsächlich noch in 4:3 gesendet. Ein Live-Sendung in 4:3 zu produzieren ist nun wirklich einfach nur noch lächerlich. Aber egal, ich schaue ja eigentlich sowieso kein DSDS… 

Hat RTL immer noch nicht geschnallt, dass 16:9 das Bildformat der Zukunft ist? Naja, ich und Patrick warten einfach bis X-Factor wieder zurück ist ;)
 

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Ein Vergleich lohnt sich

Samstag, März 22nd, 2008

Zurzeit werfen einem die Mobilfiunk-Anbieter ihre Pre-Paid Karten richtiggehend nach. War es früher üblich, nur für eine SIM-Karte 40 Franken zu zahlen, bekommt man heute für diesen Betrag gleich ein Handy und Guthaben dazu. Beim Handy handelt es sich zwar meist um sehr einfache Modelle, doch für Notfälle oder als Zweitnummer reicht es allemal. Dies ist auch ein guter Weg ein Ersatzhandy zu beschaffen. Aber Vorsicht: Die Geräte haben einen SIM-Lock und funktionieren nur mit Karten des jeweiligen Anbieters. Ich hab probiert eine M-Budget Karte in ein gelocktes Swisscom-Handy zu legen, es hat geklappt (beide verwenden schliesslich 228 01). Es soll aber auch strengere SIM-Locks geben.

Wer die Kolumnen von Ralf kennt, der weiss, dass man im Telekommunikationsmarkt immer vergleichen sollte. Mir selbst war aber lange nicht bewusst, wie stark sich die Preise im Pre-Paid Bereich unterscheiden. Scal hat in seinem Blog einen übersichtlichen Vergleich gemacht.

Zum einen Unterscheiden sich die Anbieter in der Taktung. Die Stundentarife von 80 Rappen beim Natel easy ist zwar schön, Pech aber, wenn man nur schnell eine kleine Verspätung ankünden will.

Beim Anruf auf fremde Netze unterscheidet sich der günstigste vom teuersten Anbieter um den Faktor drei. Bekanntlich sollte man seinen Partner ja auch nach dem Mobilfunkanbieter auswählen ;)

Der absolute Hammer sind aber die Preise für ein Gespräch ins Ausland. Ein Anruf auf ein EU Festnetz kostet zwischen 9 Rappen und 1.10. Der Preis bei Comparis wird sogar mit 1.30 angegeben.

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Trockener Karfreitag

Freitag, März 21st, 2008

Zum Karfreitag kommt mir immer wieder eine kleine Story in den Sinn. 2003 war ich in Brighton für einen Sprachaufenthalt. Dort verliebte ich mich … in britisches Fernsehen ;)   Über die Osterfeiertage machten wir einen Ausflug nach Dublin.

In den frühen Abendstunden des Karfreitags fragten wir uns, wieso es vor den Off-licence so lange Schlangen hatte. Wir sagten, dass das eben typisch für die Iren wäre. Wir gingen danach in ein Restaurant fürs Nachtessen. Die Bedienung sagte, dass wir Alkohol bestellen dürften. Wir fragten uns, was diese Bemerkung eigentlich zu bedeuten hatte, wir sahen nun wirklich nicht wie zehnjährige aus.

Wir bleiben aber beim Mineralwasser, da die Getränke am Abend sicher noch reichlich fliessen würden. Nach dem Abendessen zogen wir Richtung Temple Bar. Wir fragten uns schon, wieso jetzt alle Läden mit Alkohol plötzlich geschlossen waren. Komisch kam es uns vor, als in einem Kiosk die Regale mit den Bierdosen abgedeckt waren. Als dann auch sämtliche Pubs geschlossen waren, merkten wir was los war.

Die Iren nehmen eben den Karfreitag doch sehr ernst und somit wurde dort kein Tropfen Alkohol verkauft. In der ganzen Stadt, schliesslich hatten wir intensiven SMS Kontakt gehabt, wurde das Verbot eingehalten. Etwas später machte dann die Meldung die Runde, dass ab Mitternacht alles wieder beim Alten sein wird.

Tatsächlich: Auf die Minute öffnete das Pub und wir konnten trotzdem noch unsere traditionelle irische Musik mit einem leckeren und kühlen Guinness geniessen.

 Ob mit oder ohne Bier – ob mit oder ohne Eins Festival HD – genieest den freien Tag ;)

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Musik kann man auch mieten

Dienstag, März 18th, 2008

Es gibt bekanntlich mehrere Möglichkeiten an Musik zu kommen. Man kauft sie im Laden oder bei iTunes und dann gäbe es dann noch die Möglichkeit zum Download. In der Schweiz ist letztere legal, sofern man dabei nichts uploaded. Inwiefern dies moralisch richtig ist, muss jeder selbst entscheiden.

Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit, Musik zu mieten. Zumindest im grossen Kanton sind viele Anbieter am Markt, in der Schweiz ist das Angebot kleiner.
Für einen pauschalen Beitrag kann man sich aus einer grossen Auswahl beliebig viele Lieder streamen oder gar auf den MP3 Player laden. Dieser muss dann aber einmal im Monat mit dem Musikshop Kontakt aufnehmen um die Lizenzen zu erneuern. Das Angebot reicht von Udo Jürgens, über Limp Bizkit bis zu Mesut Kurtis, es ist also für jeden erdenklichen Geschmack etwas dabei. Natürlich findet man auch dort nicht alle Tracks die man sucht.

Der Nachteil an diesem Modell ist klar: Kündet man sein Abo, hat man nach spätestens 30 Tagen kein Zugriff auf seine Tracks mehr.
Eine Flatrate bei Napster, welche es erlaubt die Tracks auf einem kompatiblen MP3 Player zu kopieren, kostet 15 Euro pro Monat. Dies entspricht etwa dem Preis einer CD. Bei CityDisc kostet die neue CD von Duffy (Rockberry) umgerechnet 14.60 Euro

Dafür kann ich aber so viele Tracks laden wie ich will. Ich kann also ganze ohne Risiko auch einmal ganz neuen Klängen lauschen und ärgere mich dann später nicht über das herausgeschmissene Geld. Ich selbst brauche weder ein Booklet, noch einen physikalischer Datenträger. Sollte mein MP3-Player sterben kann ich die Lieder einfach wieder downloaden, sorry Cablecom ;) .

Für mich dient Musik primär dazu meine Fahrt im öV zu verkürzen oder sonst passiv zu unterhalten und da habe ich gerne Abwechslung. Somit würde mein CD-Konsum doch ziemlich hoch sein, da ich ausser meinen Lieblingstracks wenige Lieder mehrmals höre. Gerade während ich diesen Beitrag tippe, genisse ich das neue Album von Bryan Adams.

Wer mich kennt weiss, dass ich kein Fan von DRM bin. In diesem Fall ist aber wohl DRM unvermeidbar. Für meinen Musikkonsum ist aber ein solches Modell wirklich ideal. Vielleicht überlege ich mir aber die Investition der monatlichen Gebühr nochmals, wenn ich unterwegs meine geliebten Webradios in angemessener Qualität hören kann.

Bis dies der Fall ist, sehe ich solche Mietmodelle als der ideale Weg um mich, völlig legal und moralisch unverwerflich, musikalisch zu unterhalten.
 

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Grundverschlüsselung für mehr Wahlfreiheit

Sonntag, März 16th, 2008

Die Grundverschlüsselung schränkt die Wahlfreiheit der Konsumenten ein, da man oft nur noch aus wenig Boxen wählen kann. Darüber haben wir in unseren Blogs ja genug gesprochen. Doch die Grundverschlüsselung kann tatsächlich auch mehr Wahlfreiheit bringen, allerdings in einem anderen Bereich.

Als die Kabelnetze in der Schweiz massiv ausgebaut wurden, konnte man teilweise bis zu 60 Sender sehen. Das war natürlich dem Schweizer Konsumenten nicht genehm. Schliesslich möchte man lieber nur 20 Sender und dafür weniger bezahlen. Technisch war es beim analogen Fernsehen natürlich schwer, Pakete zu schnüren. Wie ich gehört habe, gab es aber in Bern einmal eine Art Mini-Angebot für weniger Geld. Falls jemand hier mehr Infos hat, soll er sich bitte bei mir melden.

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FOX kommt nach Deutschland

Samstag, März 15th, 2008

In diversen Ländern in Europa gibt es schon einen Ableger von FOX. Man kann den zwar nicht mit dem FOX-Network in den USA vergleichen, trotzdem haben diese Sender ein interessantes Programm. In einigen Ländern heisst er FOX, in Grossbritannien Sky One (mehr oder weniger). Diese Sender zeichnen sich dadurch aus, dass sie Serien oft ziemlich schnell ausstrahlen.

Bis jetzt war man in Deutschland als Serien-Fan auf die privaten Free-TV Sender angewiesen. Dies bedeutete viel Werbung, lange Wartezeiten, geschnittene Versionen, minderwertige Bilder und oft kein Originalton. Allenfalls konnte man noch auf Premiere Serie ausweichen.

Dies könnte sich jetzt aber ändern. Murdoch will schon bald eine deutsche Version von FOX starten. Das Konzept tönt auf alle Fälle spannend. Es fragt sich natürlich, wie schnell Murdoch die Rechte für die Serien bekommt und wie sich seine Beteiligung an Premiere auswirkt.

Ich hoffe auf jeden Fall, dass durch den Einstieg von Murdoch das private Free-TV massiv an Attraktivität verliert. Der deutschen TV-Landschaft kann dies nur nützen.

Falls sich der Kanal bewährt, hoffe ich natürlich das Erscheinen bei Teleclub oder der Cablecom Collection.

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Astra wacht auf

Donnerstag, März 13th, 2008

Auf Astra werden bekanntlich unzählige Transponder mit anlogen Sendern verstopft. Dies ist weltweit einmalig. Wie ich schon mehrmals gesagt habe; auf Satellit, da wo man freie Boxenwahl hat, gibt es keinen Grund mehr analog zu senden. Die Leute hatten über 10 Jahre Zeit sich eine DVB-S Box zu kaufen. Nach 10 Jahren werden wohl auch die Sat-Gucker 50 Euro investieren können.

Aber ginge es nach denen, würden wir heute nach mit einer Dampflock zwischen Zürich und Bern fahren. Wer braucht schon die Neubaustrecke, die alte funktioniert doch auch.

Jetzt scheint aber Astra auch langsam von der Steinzeit genug zu haben. Man verlangt klare Termine für die analoge Abschaltung. Man glaubt zwar nicht mehr, dass es bis 2010 klappen wird. Das Jahr 2012 scheint aber realistisch.

Es bleibt zu hoffen, dass Sender wie Astro TV, RTL Shop oder 9 Live möglichst bald ihre analogen Transponder verlieren. Da könnte zum Beispiel Canal Digitaal das volle TMF Boquet aufschalten oder Canal+ neue HD Kanälen lanciern.

Ich denke die Hoffnung für die deutschsprachige Medienlandschaft ist noch nicht ganz verloren, auch wenn mich gewisse Aussagen immer noch zu diesem Gedanken bewegen.

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Anna Meier? Anna Morph!

Mittwoch, März 12th, 2008

Das Schweizer Fernsehen sendet schon seit einiger Zeit anamorphe Bilder. Offenbar zieht jetzt auch Tele Züri nach. Ab Freitag sendet man aus dem neuen Studio. Dann stellt man auch die ersten Sendungen auf 16:9 um. Ich habe bei Tele Züri nachgefragt: Offenbar produziert man komplett anamorphes Bildmaterial und liefert es auch so zur Cablecom.

Analog wird man das Bild natürlich letterboxen müssen, sonst hat Markus Gilli einen Eierkopf. Digital allerdings sollte das Bild dann wirklich anamorph kommen. Tele Basel sendet ja schon länger in 16:9, allerdings nur letterboxed.

Am Freitag wissen wir mehr. Ob Tele Top auch schon bald anamorph sendet?