Archive for April, 2008

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Linke wollen CI-Module

Sonntag, April 27th, 2008

Bei uns scheinen gewisse Genossen keine Ahnung von digitalem Fernsehen zu haben, oder glauben schlicht alles was ihnen die Lobbyisten erzählen.

Es geht auch anders – Heiko Hiller der für die Linkspartei im sächsischen Landtag sitzt, fordert obligatorische CI-Module.

Ich möchte, dass jedes CA-System, das angeboten wird in Deutschland, verpflichtet wird, seine Technologie auf solch einem CA-Modul anzubieten

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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Notfallübung bei der BBC

Samstag, April 26th, 2008

Dieses Video zeigt, wie einfach man laut der BBC Probleme lösen kann – da man die analogen Sendeanlagen warten muss, soll man einfach auf digital wechseln. Ich behaupte jetzt einfach, dass wenn jemand schon eine Freeview Box hat, diese auch benutzt und nicht BBC One analog schaut.

In diesem Eintrag geht es mir aber um die technischen Hintergründe dieser Tests. Bekanntlich ist in Grossbritannien das terrestrische Fernsehen, ob analog oder digital, sehr verbreitet. Die Sender bekommen ihr Signal entweder der Richtfunk, Glasfaser oder ab Satellit. Zusätzlich gibt es noch Relaisstationen welche das Signal eines anderen Senders weitersenden. In meinen Augen gibt es aber verdächtig viele Relais; wieso zum Beispiel ein Relais in Saltdean (Brighton) nötig ist, ist mir schleierhaft. Man hat schliesslich fast im ganzen Quartier Sichtkontakt auf Whitehawk Hill. Mein Sprachaufenthalt in Brighton ist aber auch schon eine Weile her und ich weiss nicht, wie meine Gastfamilie BBC One empfangen hat. Lustigerweise haben ja viele britische Familien neben Sky oder Virgin im Wohnzimmer auch noch ein terrestrisches Gerät in der Küche.

Fällt ein Signalzubringer aus, sollte jeder Sender das Signal des nächsten Senders empfangen und weitersenden können. Einmal im Jahr testet die BBC ob das System (RBS – Rebroadcasting System) auch funktioniert. Dazu werden die Feeds auf allen Sendern abgeschaltet. Der einzige Sender, welcher noch einen Feed bekommt, ist Crystal Palace in London. Das Ziel ist es dann, dass das Signal von diesem Sender auf jeden anderen Standort übertragen werden kann. Somit wird das Signal dann irgendwann im schottischen Thurso ankommen.

Die Enthusiasten im digitalspy-Forum haben das Ereignis aufgezeichnet. Dies ist auch eine seltene Gelegenheit die legendäre Testcard J mit Carole Hersee zu sehen.

Ich bin ja gespannt, ob Carol nach dem Switchover pensioniert wird…

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Don’t disable the Firewall

Donnerstag, April 24th, 2008

Wieso man die Firewall die ausschalten sollte, lernen wir in The IT-Crowd

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Mike Shiva – Schluss in Zug

Mittwoch, April 23rd, 2008

Im Kanton Zug betreibt der Kabelanbieter Wasserwerke Zug ein 860 Mhz Kabelnetz. Dort gibt es etwa 50 analoge Programme. Auch in Zug merkt man, dass die Zukunft digital ist. Dazu schaltet man, wie bei den anderen DCG Mitgliedern, neue Sender im digitalen Netz auf.

Da aber das 860er Netz voll ist, wird ein Sender migriert. Es trifft nicht etwas einen Sender wie HRT 1 – man wirft U1 aus dem analogen Kabelnetz. Laut WWZ habe der Sender nach dem Abgang des Sportfernsehens gar nicht mehr zu bieten, was ja eigentlich auch stimmt.

Somit wirft ein weiterer Provider den Quiz-Sender aus dem analogen Angebot. Wer gerne Call-In Shows hat, wird in Glattfelden glücklich, dort gibt es neben U1 auch 9 Live im analogen Kabel – digital vermisst man aber ITV oder BBC HD weiterhin.

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Analog ist teurer

Montag, April 21st, 2008

Auf Digital-Fernsehen findet man ein paar interessante Fakten zur Digitalisierung.
In Deutschland empfangen 16 Millionen Haushalte ihre Programme ab Satellit – 9 Millionen digital und 7 Millionen analog.

Wenigstens sind die digitalen Haushalte mittlerweile in der Mehrheit und man könnte jetzt langsam an den Switchover denken. Schliesslich ist eine Investition von 150 Euro (neuer LNB, neuer Receiver) verteilt über 10 Jahre jedem zuzumuten.

Schauen wir auf die Kosten, welche die ARD für die Verbreitung ihrer Programme hat. Für die analogen Transponder zahlt die ARD pro Jahr 44 Millionen Euro – rund 6 Euro pro Haushalt. Für die digitale Übertragung zahlt man 17 Millionen Euro – knapp 2 Euro pro Haushalt.

Wir sehen also, auch rein finanziell ist die analogen Übertragung auf Satellit absolut ineffizient und sinnlos. Es fragt sich, wieso kein Veranstalter in Deutschland Mut hat und endlich den Switchover einleutet. Deutschland wurde schliesslich in Sachen HDTV schon von Albanien und der Metro von St. Louis überholt.

 

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Pro 7 mit Kopierschutz

Sonntag, April 20th, 2008

Besitzer eines DVD-Recorders erlebten in den letzten Tagen eine Überraschung, wenn sie Pro 7 aufnehmen wollten. Offenbar hat Pro 7 einen Parameter gesetzt, so dass das analoge Signal nicht mehr aufgenommen werden kann.

Diese Parameter wurden im WSS-Signal gesendet, wie ein Benutzer im DF-Forum sehr schön gezeigt hat. Das Signal wurde offenbar nur auf dem analogen Transponder auf Astra gesendet. Viele Kabelnetze verwenden diesen aber für die Einspeisung und so waren auch viele analoge Kabelkunden vom Problem betroffen.

Mittlerweile ist das Problem behoben und Pro 7 kann wieder aufgezeichnet werden. Es stellt sich trotzdem die Frage, ob die ganze Sache wirklich nur eine Panne war. Ich bin aber froh, dass das ganze auf dem analogen Kanal passiert ist. Man hört immer, dass gerade eine solche Broadcast-Flag ein grosser Nachteil des digitalen Fernsehen ist. Wie wir sehen, ist aber das analoge Fernsehen auch betroffen.

Meine mediabox recorder hat bis jetzt auf jeden Fall noch jede Sendung aufgenommen…

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Dreambox: Fertig lustig?

Samstag, April 19th, 2008

Lange war es still um die Verschlüsselung bei Cablecom. Gerüchte waren aber immer zu hören. Jetzt wird es aber langsam konkret. Diverse Kunden haben einen Brief bekommen, in dem ein Boxentausch angekündigt wurde.

Wie man hört, sind aber nur Kunden betroffen, welche ein Zusatzpaket abonniert haben. Offenbar haben auch nur Kunden mit einer Nokia-Box einen solchen Brief bekommen.

Damit dürfte die Strategie der Cablecom klar sein: Die Zusatzpakete werden auf ein neues CAS migriert. Wenn man jetzt die Meldungen aus der Presse liest, dann deutet alles auf Nagra 3 hin. Zum einen meinte der Pressesprecher von CC, dass man mit Kudelski weiterarbeite, zum anderen wurde in einem Bericht über Kudelski eine Grossbestellung von Cablecom erwähnt.

Die Folgen dürften klar sein: Wer auf einer Dreambox NASN, Teleclub Cinema oder andere Zusatzsender schaut, dürfte bald einen schwarzen Bildschirm haben. Das Grundangebot wird aber weiter mit dem alten CAS ausgestrahlt. Dies bedeutet also, dass BBC One, RTL und co. auch weiter mit Dreambox oder Nokia empfangen werden kann.
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Unnötiges Altpapier

Donnerstag, April 17th, 2008

Heute war wieder einmal ein Telefonbuch im Briefkasten. Wie üblich landete dieses direkt im Altpapier. Dank dem Internet ist so ein Telefonbuch für mich wirklich überflüssig. Wenn ich mal eine Nummer brauche, und mein Internet down ist, rufe ich eben die Auskunft an.

So wie mir wird es wohl noch vielen gehen. Ich sehe nicht ein, wieso man solche Unmengen an Papier verschwenden muss. Wäre es nicht schlauer, dass Haushalte, welche ein Telefonbuch wollen, dieses auch kostenlos beziehen können?

Ich habe weniger Altpapier, man spart Kosten für die Postzustellung und kann das Papier und die Energie für schlaueres verwenden.

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HD suisse und Service public

Mittwoch, April 16th, 2008

Ich und andere digital TV Kunden haben gescherzt, wann die ersten Konsumenten schreien werden, dass sie HD suisse nicht empfangen können. Gestern wurde das Thema Cablecom-Box im Kassensturz behandelt und die Reaktionen füllen das Forum.

Zufällig bin ich auf einen witzigen Beitrag gestossen:

Sehr geehrte Kassensturz Redaktion

Herzlichen Dank für Ihren Beitrag zum Thema Settop-Boxen.

Ich streite seit ein paar Tagen, u.a. mit Herrn Wachter, mit dem Schweizer Fernsehen über das Thema HD Suisse. Immer mehr Spezialsendungen landen auf diesem Sender und sind für uns Normalverbraucher nicht mehr im Service Public enthalten.

Das Schweizer Fernsehen hilft dadurch der Cablecom ganz direkt, in dem es Programme anbietet, welche die Cablecom verschlüsselt ausstrahlen kann. Thema Euro 08. Der Service Public verkommt damit mehr und mehr, sprich mit jeder Sendung, die auf HD Suisse landet, zu einem Service, den wir Zuschauer neben den Empfanggebühren (Billag) zusätzlich berappen sollen.

Ich sehe das Problem nicht. HD Suisse gibt es auch bei Bluewin oder kostenlos auf Satellit. Wenn der gute Herr bei seinem Röhrenfernseher bleiben will, dann ist das seine Sache. In meinen Augen müsste die Strategie der SRG sowieso in die andere Richtungen gehen. Wie die BBC soll man Sendungen auf digital-only Kanälen ausstrahlen. Wer nur analog schaut, hat dann halt Pech gehabt. Diese Sender müssten dann aber frei zu empfangen sein – also per DVB-T und uncodiert im Kabelnetz.

Ich bin sicher, es werden noch mehr Forderungen kommen in diesem Bereich. Ganz lustig wird es sicher, wenn die SRG ganz auf HD umstellen wird.

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Wettbewerbsvorteil

Dienstag, April 15th, 2008

Lustigerweise sieht die Cablecom analoges Fernsehen neuerdings als Wettbewerbsvorteil Ich habe es schon mehrmals erwähnt, ich finde dies absolut lächerlich. Man kann aber Cablecom aber nicht wirklich Vorwurf machen, da die Schweiz nun eben ein TV-Entwicklungsland ist, wo die Konsumenten auf minderwertige Qualität stehen (Wer braucht Planet Earth in HD wenn er eine letterboxed Joya die rennt sehen kann).

Ruedi Fischer hat heute im Kassensturz richtig bemerkt, dass um digitale Fernsehkunden ein Kampf herrscht. Mit 40 analogen Sendern kann sich Cablecom hier aber nicht behaupten. Man müsste also etwas haben, was einem von der Swisscom abhebt. Genau hier käme die freie Boxenwahl zum Zuge.

Würde man das Grundangebot uncodiert senden, dann kämen Geräte mit eingebautem DVB-C Tuner zum Zuge. Sony bietet ja schon Geräte mit HD-Tuner an. Wer also ein solches Gerät kauft, der braucht kein “Chästli” mehr. Ich habe es unterschätzt, aber viele Kunden stört das “Chästli” eben doch. So könnte es durchaus ein Grund sein, bei der Cablecom zu bleiben. Die EM kommt dann in HD und das ganz automatisch. Das wäre doch toll, oder nicht?

Sehen wir, was das Parlament zur Motion sagt. Es wäre nicht das erste Mal, dass Cablecom von einer anderen Stelle zum Glück gezwungen wird und davon profitiert.