Archive for August, 2009

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Casting-Jurys und das Niveau

Montag, August 31st, 2009

RTL bekam immer wieder Probleme wegen Deutschland sucht den Superstar. Primär ging es um die Sprüche, welche Dieter Bohlen klopfte. Ich bin in diesem Thema gespalten. Zum einen ist es klar: Wer an eine solche Show geht, der muss singen können. Ich selbst kann vielleicht so gut singen, dass ich in einer Karoke-Bar mal für Heiterkeit sorge. Ich würde mir nie zutrauen an eine solche Show zu gehen. Gewisse Kandidaten solcher Casting Shows singen noch schlechter als ich (wenn das denn überhaupt geht). Trotzdem trauen sie sich zu, auf einem Niveau mit den ganz grossen Namen im Geschäft zu sein. Aber gerade dies macht doch diese Sendungen auch spannend.

Ich frage mich dann schon, ob diese Personen jeglichen Sinn für die Realität verloren haben. Weit schlimmer finde ich, dass weder deren Familie noch deren Freunde die Notbremse ziehen.

So kommt es zur Konfrontation mit der Jury. Egal wo, die Reaktionen fallen negativ aus. Doch hier zeigt sich eben der Unterschied zwischen RTL und ITV.

Dieter Bohlen benutzt Wörter wie Scheisse, Kotzen und erniedrigt die Kandiaten persönlich. Manchmal hilft RTL noch mit gewissen Effekten nach. Simon Cowell straft die Kandidaten zuerst mit einem bösen Blick. Auch Cowell ist absolut direkt. Doch Cowell hat noch Niveau. So verwendet er keine Schimpfwörter, die würden im britischen TV auch weggepiept. Natürlich ist Cowell nicht nett, aber die Bosheit hat noch Niveau.

Über die Jury von Musicstar müssen wir gar nicht erst reden. Dies ist zwar nicht primitiv, zumindest in den meisten Fällen, aber auch im Gegensatz zu Simon, Louis, Dannii oder Cheryl einfach amateurhaft.

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X-Factor: Clip der Woche (2)

Sonntag, August 30th, 2009

Auch gestern war X-Factor wieder auf Sendung. In der letzten Staffel gewann Alexandra Burke. Das spannende war, dass sie schon 2005 an der Sendung teilnahm, es aber nicht in die Live-Shows schaffte.

Dieses Jahr haben wir die Gruppe Miss Fitz. Das besondere daran ist, dass ein Mitglied dieser Gruppe auch schon mal an der Sendung teilnahm, es dann aber nicht in das Finale schafft. Sind wir gespannt, wie weit sie es in dieser Sendung schaffen.

Das Video findet man hier.

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Spotify: Die üblichen Fehler

Samstag, August 29th, 2009

Gestern kam auf Twitter das Thema Spotify auf. Bei diesem Dienst handelt es um einen Service, mit welchem man kostenlos Musik hören kann. Der Dienst ist aber legal, er wird durch Werbung finanziert. Natürlich sind die Titel DRM geschützt, anders wäre dies gar nicht möglich.

Doch auch hier zeigen sich die typischen Fehler der Musikindustrie. Der kostenlose Dienst ist nur in wenigen Ländern verfügbar. Da die Tracks in jedem Land einzeln lizenziert werden müssen, wird es für uns in der Schweiz noch lange dauern. Ich bin jetzt auch ein bisschen verwirrt. Auf der Startseite erscheint der Link zu Premium, danach heisst es aber, dass man in der Schweiz auch keinen Premium-Account lösen kann. Wann endlich realisiert man, dass es im Internet keine Grenzen mehr gibt.

Weiter zeigt es, dass viele Künstler schlicht arrogant sind. Bands wie AC/DC, Beatles, Metallica, Led Zeppelin oder Pink Floyd weigern sich, im Dienst verfügbar zu sein. Ich habe für ein solches Vorgehen kein Verständnis. Ich interpretiere die Haltung als “wir sind zu gut für unsere Web 2.0 Fans”. Haben diese Bands kein Interesse an Leuten, die eben nur ein paar Tracks dieser Bands hören wollen?

Wieso sehen die Künstler nicht ein, dass sich der Konsum von Musik eben geändert hat. Diese Bands würden wohl das Internet am liebsten wieder abschalten. Zum Glück geht das aber nicht. Jetzt gibt es einen Dienst, bei welchem die Konsumenten kostenlose Musik bekommen und die Künstler trotzdem verdienen. Beide Parteien würden also profitieren. Aber vermutlich wollen diese Bands weiter in ihrer kleinen Traumwelt leben. Die Konsumenten werden andere wegen finden, ihre Metallica Tracks zu hören.

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Die CH-Presse und die Fernsehwelt

Mittwoch, August 26th, 2009

Würde man im Reisebund einer Zeitung nur immer über die Schweiz oder die Kanaren lesen, wäre das eigenartig. Genau so komisch wäre es, wenn man in der Gastrobeilage nur immer über Schnipo lesen würde. Die Zeitungen berichten auch über exotisches, Sachen welche eine Mehrheit der Leser nicht kennt. Ein solcher Einheitsbrei ist unvorstellbar? Nein ist es nicht. Die Autoren der TV-Kritiken oder TV-Tipps haben ein wirklich sehr eingeschränktes Sichtfeld.

Ob 20min, Blick am Abend, Weltwoche oder NZZ. Bei Berichten zum TV-Programm erwähnt man fast ausschliesslich SF, RTL und Pro7 und co. Man schreibt über Bauer, ledig sucht oder andere Sendungen. Das Problem ist, dass eine Mehrzahl der Leser diese Sendungen auch schon kennt.

Wieso wurde in den TV-Empfehlungen vom Blick am Abend bis jetzt noch nie ein digitaler Sender erwähnt? Ich kann kaum glauben, dass all diese Personen ausschliesslich analog schauen.

Man mag jetzt das Argument bringen, dass die digitalen Zuschauer in der Minderheit sind. Dies ist sicher richtig. Die Leser, welche schon mal in Bali waren, sind aber auch eine Minderheit. Trotzdem berichtet man darüber in der Presse.

Es würde mich wirklich interessieren, wieso die Schweizer Presse praktisch ausschliesslich negativ über digitales Fernsehen schreibt. Erwähnt man mal eine Sendung wie BGT oder eben jetzt die tanzende Hingis wird in keinem Satz erwähnt, dass man BBC One auch bei uns empfangen kann. Wieso nicht?

Wie britische Medien berichten, startet Martina Hingis zur britischen Tanzshow «Strictly Come Dancing», die ab September auf BBC1 gezeigt wird.

Man könnte doch einfach ergänzen, dass der Sender digital im Kabel und bei Bluewin-TV verfügbar ist. Würde das den durchschnittlichen Zuschauer in der Schweiz so schockieren, wenn sein Bild der kompletten TV-Welt, welche oft nur aus SF, 3+ und Pro7 besteht, plötzlich erweitert würde?

Auch HD Suisse wird ignoriert, wenn der Sender Sport überträgt. So weist man zwar auf SF zwei hin, auf die Übertragung in HD verweist keiner, aber auch die SRG ignoriert den Sender.

Man hat aber keine Mühe, massenhaft Videos von Casting-Shows zu zeigen. Anstatt auf die offiziellen YouTube Kanäle zu verlinken, bindet man das Video auch gleich in den eigenen Videoplayer ein. Der Hype um Susan Boyle hat bewiesen, dass die digitalen Sender – ob Cablecom oder Bluewin – auch hier eine breite Masse ansprechen können.

Das grosse Problem des digitalen Fernsehens ist, dass viele Leute den Mehrwert nicht sehen. Sie können ihn auch gar nicht sehen, weil sie ihn nicht kennen. Wieso also nicht mal etwas über eine Sendung schreiben, die der normale Leser noch nicht kennt? Ich bin sicher, dass eine Sendung wie Top Gear oder Taratata durchaus auch im Mainstream erfolgreich sein könnte.

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X-Factor: Clip der Woche (1)

Sonntag, August 23rd, 2009

Die neue Staffel von X-Factor ist gestern gestartet. Sofort war klar, dass man viel von Britain’s Got Talent übernommen hat. Das neue Studio erinnerte auch sehr an die Sendung. In meinen Augen wirkt sich das neue Umfeld positiv auf die Sendung aus. Die Stimmung ist besser als früher. Die Meinungen sind aber durchaus geteilt.

Das System war aber wie in früheren Sendungen. So war das Niveau auch sehr unterschiedlich. Einen Star hat die Staffel mit Joseph sicherlich.

Trotzdem: Man konnte auch oft andere Qualitäten bewundern.

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Wankt die Grundverschlüsselung?

Freitag, August 21st, 2009

Die GA-Weissenstein ist ein Kabelnetzbetreiber, welcher in Teilen von Bern und Solothurn aktiv ist. Die digitalen Signale bezieht man der Digital Cable Group. Heute hat man eine Mitteilung veröffentlicht, welche besagt, dass man ab dem 9. September die Grundverschlüsslung aufgibt.  Das wäre ja nicht eine solch spektakuläre Meldung, die GAW ist relativ klein.
Sie bezieht das Signal aber von der DCG. Möchte man die Verschlüsselung aufgeben, dann müsste man also alle Muxe selbst decodieren. Das wäre doch recht aufwändig. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit (Achtung Spekulation):

Der Signallieferant, die DCG, hört damit auf, sein Grundangebot zu codieren. Damit würden unzählige Haushalte auf einen Schlag uncodiertes Digital-TV erhalten. Diese wäre ein Schlag ins Gesicht der Cablecom. So würde man beweisen, dass auch grosse Kabelnetze ohne Verschlüsselung auskommen können.

Sind wir gespannt, wie sich die Situation entwickelt. Auch wenn sich das blinde Management in Amsterdam wohl nicht um solche Sachen kümmert, für die Politik wäre dies ein Zeichen, dass das Grundangebot absolut nicht verschlüsselt werden muss.

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Mehr Dokus bei n-tv

Donnerstag, August 20th, 2009

Was erwarte ich von einem Nachrichtensender? Grundsätzlich sollte dieser Sender über aktuelle Ereignisse informieren. So erwarte ich zumindest zur vollen Stunden ein jeweils aktualisiertes Bulletin. Die restliche Zeit sollte dieser Sender mit Hintergrundberichten füllen. In meinen Augen sollten dieser Berichte mehr oder weniger aktuell sein. So wäre zum Beispiel während den Wahlen im Iran eine Dokumentation über die Revolution sicherlich angebracht gewesen. Al Jazeera zeigt heute diverse Spezialsendungen zu den Wahlen in Afghanistan.

Wenn ich wissen will, wie eine grosse Baumaschine verschoben wird, oder wie wilde Tiere leben, dann schaue ich National Geographic oder Discovery. Solche Dokumentationen sind zwar spannend, haben aber auf einem Nachrichtenkanal nicht wirklich etwas zu suchen.

Bei einem aktuellen Ergebnis, beispielsweise einer Rede eines bedeutenden Politikers, erwarte ich, dass ein Nachrichtensender diese auch zeigt. Für CNN, BBC World, Al Jazeera Englisch, Euronews, France 24 oder Canale 24 horas ist dies auch normal. Diese Sender übertragen solche Ereignisse. Nur die Nachrichtensender aus Deutschland scheinen sich dafür nicht zu interessieren. Ob dieses Desinteresse nur die Programmleiter oder auch die Zuschauer betrifft?

Um so mehr muss ich den Kopf schütteln, wenn ich lese, dass n-tv jetzt noch mehr Dokus zeigen will. Mir ist das ja durchaus egal, ich habe die Wahl zwischen mehreren Nachrichtensendern. Trotzdem kann ich die Taktik nicht nachvollziehen. Längerfristig wird dies wohl zur Gründung eines öffentlich-rechtlichen Nachrichtensenders führen.
N-TV stammt aus der RTL Gruppe, N24 aus der Pro7 Gruppe. Da könnte man wieder sagen: typisch!

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X-Factor is back!

Mittwoch, August 19th, 2009

Wenn eine Casting-Show qualitativ gut ist, dann bin auch ich von ihr begeistert. Leider trifft dies in meinen Augen aber primär auf Sendungen aus Grossbritannien oder den USA zu. Diese Meinung scheint auch verbreitet zu sein, oder hat mal jemand einen Gewinner von DSDS, in den internationalen Charts gesehen?

X-Factor ist die britische Version von DSDS. Darüber habe ich schon früher gebloggt. Die Sendung geht am nächsten Samstag 20 Uhr auf ITV1 in der sechste Staffel. Grundsätzlich ist das Format wieder wie bisher. Neu ist aber, dass die Castings jetzt vor einem Publikum stattfinden. Hier hat man wohl Britians got Talent kopiert. Die Einnahmen aus dem Ticket-Verakuf kann ITV sicherlich gut brauchen. Ich bin aber sicher, dass dies für gute Stimmung sorgen wird.

Ich freue mich jedenfalls wieder auf eine tolle Sendung, welche Musicstar sicherlich wieder alt aussehen lässt. Die Gratisblätter werden wohl wieder die besten Clips auf ihrer Website veröffentlich aber niemals sagen, wie man an diesen ITV1 kommt. Das kennen wir ja schon von Britain’s Got Talent.

Ich freue mich speziell auf Simon und Louis.

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Streetview: Die doppelte Pergola

Mittwoch, August 19th, 2009

Streetview ist jetzt auch in der Schweiz verfügbar, dies dürfte mittlerweile bekannt sein. Ich habe damit natürlich auch gespielt. Beispielsweise habe ich eines meiner Lieblingslokale gesucht. Spannend fand ich, dass es hier offenbar mindestens zwei Fahrten mit dem Kameraauto gab.

So ist der Garen in dieser Aufnahme gedeckt und die Gäste geniessen ihr Filetto draussen.

Zoomt man aber eine Stufe weiter ist der Garten verschwunden.

Vermutlich liegt es daran, dass die Pflanzschulstrasse und die Kanzleistrasse zu unterschiedlichen Zeiten fotographiert wurden und dieser Effekt dann entsteht.

Auf jeden Fall haben wir mit Google Streetview ein lustiges Spielzeug. Wie kritisch dieses aber für die Privatsphäre ist, muss auch mal noch besprochen werden.

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Datenroaming – Ein Beispiel

Samstag, August 15th, 2009

Das Thema Datenroaming ist in der Ferienzeit immer aktuell. Ich habe mich ja schon dazu geäussert, dass eben surfen im Ausland nicht so ungewöhnlich ist. Tosci hat zum Thema eine interessante Antwort von Comfone, welche die Roaming-Verträge für Swisscom aushandelt, bekommen.

Trotzdem: Es ist eine Frechheit, was sich hier die Operators, und dazu zählen wohl ziemlich alle, erlauben.  Ich hab mich mal ein bisschen schlau gemacht und die Preise für Italien verglichen. Bei Swisscom zahlt man 10 Franken pro MB, Sunrise will 15 MB ohne Zusatzabo. Ich nenne hier Swisscom als Beispiel, weil in meinen HTC eine Swisscom SIM steckt.

Die eine Alternative wäre freie WLAN zu nutzen. In Städten sind diese gut vorhanden, und man kann ja auch mal vor dem Starbucks seine Mails abrufen.
Jetzt könnte man auf die Idee kommen, Vorort eine Prepaidkarte zu kaufen.
Ich habe mal ein bisschen geforscht. Als Beispiel nehme ich den italienischen Provider WIND. Die Prepaid Karte kostet dort 10 Euro, ein Guthaben von 5 Euro ist dabei. Die Surf-Option kostet 8 Euro und bietet für einen Monat 0.5 GB.
Die Kosten betragen also 13 Euro. Wie ich sehe, kann man 5 Euro aufladen. Ich zahle also gut 20 Franken.
Würde ich Datenroaming benutzen, dann könnte ich für diesen Betrag gerade 2 MB versurfen. Würde ich die 0.5 GB voll ausnutzen, würde ich maximal 5’000 Franken zahlen. Man zahlt also 250 mal mehr!
Das grössere Abo mit 2.5GB kostet total 15 Euro (1o + 10 – 5). Dabei würde man mit Datenroaming 25’000 Franken zahlen, also etwa 1’000 mal mehr.


Es ist mir klar, dass dieses Beispiel sehr extrem gewählt ist. Aber auch wenn man die Optionen der Provider anschaut, wird es nicht viel günstiger. Wie aber im verlinkten Beitrag steht, sind es die Provider im jeweiligen Land, welche diese Tarife festlegen.

In Italien gibt es nur das Problem, dass man ohne Steuernummer keine SIM-Karte bekommt. Trotzdem: Beim nächsten Italien-Urlaub werde ich mir wohl auch so eine SIM-Karte holen.

In meinen Augen wäre es wichtig, wenn “der Staat” hier eingreift. Mobiles Internet im Ausland ist kein Luxus mehr und es kann nicht sein, dass die Provider die Konsumenten derart schröpfen. Natürlich dürfen Daten mehr Kosten als im Inland. Toll wäre es, wenn man sein Inklusivvolumen nutzen könnte, und dann noch einen zusätzlichen Betrag zahlt, so dass der Anbieter im Ausland seinen Aufwand auch gedeckt hat.

Reagieren wird kein Provider, sie werden weiter mit faulen Ausreden aufkreuzen aber dabei nicht zögern uns iPhones mit tollen Datenabos zu verkaufen.